Geschäftsbericht 2016

Glossar

Betriebserträge

Summe aus Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, Dividendenerträge, Handels-und Fair Value-Ergebnis, Periodenergebnis aus Anteilen an At-Equity-bewerteten Unternehmen und Mieterträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien & sonstigen Operating-Leasing-Verträgen.

Betriebsaufwendungen

Summe aus Personalaufwand, Sachaufwand und Abschreibung und Amortisation (Verwaltungsaufwand).

Betriebsergebnis

Betriebserträge abzüglich Verwaltungsaufwand bzw. Betriebsaufwendungen.

Buchwert je Aktie

Den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Eigenkapital geteilt durch die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (zum Stichtag).

Cash-Eigenkapitalverzinsung

Auch Cash-Return on Equity oder Cash-RoE: Berechnung wie Eigenkapitalverzinsung, wobei das Periodenergebnis, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, um nicht zahlungswirksame Posten wie Firmenwertabschreibungen und Abschreibungen auf den Kundenstock bereinigt wird.

Cash-Ergebnis je Aktie

Berechnung wie Ergebnis je Aktie, jedoch ist das Periodenergebnis, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, um Dividenden für das Zusätzliche Kernkapital (AT1), Firmenwertabschreibungen und Abschreibungen auf den Kundenstock zu bereinigen.

CEE (Central and Eastern Europe)

Auch im Deutschen übliche englische Abkürzung für den Wirtschaftsraum Zentral- und Osteuropa. Umfasst die neuen EU-Mitgliedsländer der Erweiterungsrunden 2004 und 2007 sowie die Nachfolgestaaten Jugoslawiens und der Sowjetunion sowie Albanien.

Dividendenrendite

Dividendenausschüttung des Geschäftsjahres in % des Aktienschlusskurses des Geschäftsjahres oder allgemein in % des aktuellen
Aktienkurses.

Eigenmittelquote

Ergibt sich aus den gesamten anrechenbaren Eigenmittel gemäß Artikel 72 CRR ausgedrückt in % des Gesamtrisikobetrages gemäß Artikel 92 (3) CRR.

Eigenkapitalverzinsung

Auch Return on Equity oder RoE. Den Eigentümern des Mutternunternehmens zuzurechnendes Periodenergebnis in % des durchschnittlichen, den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnenden Eigenkapitals. Das für die ausgewiesene Eigenkapitalverzinsung herangezogene, durchschnittliche den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnende Kapital wird auf Basis von Quartalssendwerten berechnet.

Eigenkapitalverzinsung, bereinigt um immaterielle Vermögenswerte

Auch Return on Tangible Equity oder ROTE. Den Eigentümern des Mutternunternehmens zuzurechnendes Periodenergebnis in % des durchschnittlichen, den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnenden, um immaterielle Vermögenswerte bereinigten, Kapitals. Das für die ausgewiesene Eigenkapitalverzinsung herangezogene, durchschnittliche den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnende, um immaterielle Vermögenswerte bereinigte Kapital wird auf Basis von Quartalsendwerten berechnet.

Ergebnis je Aktie

Das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenergebnis, bereinigt um Dividenden für das Zusätzliche Kernkapital, dividiert durch die durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien.

Gesamtaktionärsrendite

Auch Total Shareholder Return. Performance einer Anlage in Erste Group Bank AG Aktien inklusive aller Ausschüttungen, wie z.B. Dividenden inklusive des Gewinnes/Verlustes des Aktienpreises, im Vergleich zum Ende des Vorjahrs.

Grundkapital

Nominelles, den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Eigenkapital, das von den Gesellschaftern aufgebracht wird.

Harte Kernkapitalquote

Ergibt sich aus dem harten Kernkapital (CET1) gemäß Artikel 50 CRR ausgedrückt in % des Gesamtrisikobetrages gemäß Artikel 92 (3) CRR.

Kernkapitalquote

Ergibt sich aus dem Kernkapital gemäß Artikel 25 CRR in % des Gesamtrisikobetrages gemäß Artikel 92 (3) CRR.

Kosten-Ertrags-Relation

Auch als Cost/Income Ratio bezeichnet. Verwaltungsaufwand bzw. Betriebsaufwendungen in % der Betriebserträge.

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Verhältnis zwischen Aktienschlusskurs des Geschäftsjahres und Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr. Wird häufig zum Bewertungsvergleich herangezogen.

Marktkapitalisierung

Gesamtwert eines Unternehmens, der sich durch Multiplikation von Börsenkurs mit der Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien (des Grundkapitals) ergibt.

Nicht-finanzielle-Risiken (NFR)

Nicht-finanzielle Risiken beinhalten Reputations- und operationelle Risiken. Operationelle Risiken sind Verlustrisiken in Folge von Fehlern oder Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen.

Non-performing-Exposure (NPE)-Deckungsquote

Risikovorsorgen für das Kreditrisikovolumen in Prozent des notleidenden Kreditrisikovolumens.

Non-performing-Exposure (NPE)-Ratio

Anteil des not leidenden Kreditrisikovolumens am gesamten Kreditrisikovolumen.

Non-performing-Loans (NPL)-Deckungsquote

Risikovorsorgen für Forderungen an Kunden in Prozent der not leidenden Forderungen an Kunden.

Non-performing-Loans (NPL)-Gesamtdeckungsquote

Risikovorsorgen und Sicherheiten für Forderungen an Kunden in Prozent der not leidenden Forderungen an Kunden.

Non-performing-Loans (NPL)-Ratio

Anteil der not leidenden Forderungen an Kunden an den gesamten Forderungen an Kunden

Risk appetite Statement (RAS)

Der RAS ist eine strategische Erklärung, die das maximale Risiko bezeichnet, welches ein Unternehmen bereit ist für die Erreichung ihrer Unternehmensziele einzugehen.

Risikokategorien

Risikokategorien werden benutzt, um die Forderungen und Eventualverbindlichkeiten der Bank auf Grundlage des internen Kundenratings zu klassifizieren. Die Erste Group verwendet interne Ratingsysteme, die für nicht ausgefallene Privatpersonen acht Ratingstufen und eine Ratingstufe für ausgefallene Kunden aufweisen. Bei allen anderen Kundensegmenten werden 13 Ratingstufen für nicht ausgefallene Kunden und eine Ratingstufe für ausgefallene Kunden verwendet.

Risikokategorie – Anmerkungsbedürftig

Potenziell labile Nicht-Retail-Kunden, die in der Vergangenheit eventuell bereits Zahlungsrückstände/-ausfälle hatten oder mittelfristig Schwierigkeiten bei der Rückzahlung von Schulden haben könnten. Retail-Kunden mit geringen Ersparnissen oder eventuellen Zahlungsproblemen in der Vergangenheit, die eine frühzeitige Mahnung auslösen. Diese Kunden zeigten in letzter Zeit meist ein gutes Zahlungsverhalten und sind aktuell nicht im Rückstand.

Risikokategorie – Erhöhtes Ausfallrisiko

Der Kreditnehmer ist anfällig gegenüber negativen finanziellen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Derartige Forderungen werden in spezialisierten Risikomanagementabteilungen gestioniert.

Risikokategorie – Notleidend (Non-performing)

Mindestens eines der Ausfallkriterien nach Basel 2 – volle Rückzahlung unwahrscheinlich; Zinsen oder Kapitalrückzahlungen einer wesentlichen Forderung mehr als 90 Tage überfällig; Umschuldung mit Verlust für Kreditgeber; Realisierung eines Verlustes oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens – trifft auf den Kreditnehmer zu.

Risikokategorie – Niedriges Ausfallrisiko

(bis 2014: Ohne erkennbares Ausfallrisiko)

Typische regionale Kunden mit stabiler, langjähriger Beziehung zur Erste Group oder große, international renommierte Kunden. Stabil, mit guter Finanzlage, ohne absehbare Probleme finanzieller Art. Retail-Kunden mit einer langjährigen Geschäftsbeziehung zur Bank oder Kunden, die eine breite Produktpalette nutzen. Gegenwärtig oder in den letzten zwölf Monaten keine Zahlungsrückstände. Neugeschäft wird in der Regel mit Kunden dieser Risikokategorie getätigt.

Steuerquote

Steuern vom Einkommen und Ertrag in % des Jahresgewinns/-verlustes vor Steuern.

Zinsspanne

Zinsüberschuss in % der durchschnittlichen zinstragenden Aktiva. Die für die ausgewiesene Zinsspanne herangezogenen, durchschnittlichen zinstragenden Aktiva werden auf Basis von Quartalswerten berechnet

Zinstragende Aktiva

Gesamtaktiva abzüglich Barreserve, Derivative Finanzinstrumente, Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Immaterielles Vermögenswerte, Steueransprüche, Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte sowie Sonstige Aktiva.

 Wien, 26. Februar 2017
Der Vorstand
 
  
Andreas Treichl e.h.
Vorsitzender
Willibald Cernko e.h.
Mitglied
  
Peter Bosek e.h.
Mitglied
Gernot Mittendorfer e.h.
Mitglied
  
Petr Brávek e.h.
Mitglied
Jozef Síkela e.h.
Mitglied